Lerntypen und ihre Bedeutung

Menschen lernen auf unterschiedliche Art und Weise. Während ein Schüler bereits beim Lesen alles Wesentliche aufnimmt, lernt ein anderer am besten durch Zuhören im Unterricht. Das heißt, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, wobei vier Lerntypen nach Frederic Vester aus den 70er Jahren besonders bekannt sind. Er beschreibt einen auditiven, visuellen, haptischen und einen intellektuellen Lerntyp. Wozu dienen diese Lerntypen allerdings und können sie beim Lernen wirklich eine Hilfe sein? Das erfährst du in diesem Artikel!  

Was sind Lerntypen und welche gibt es?

Lerntypen beschreiben unterschiedliche Wege des Lernens, mit anderen Worten die Art und Weise, wie man Lerninhalte aufnimmt und verarbeitet. Die Aufnahme von Informationen erfolgt über unterschiedliche Wahrnehmungskanäle, d.h. durch Sehen, Hören oder Tasten und somit verschiedene Menschen Informationen auf spezifische Arten unterschiedlich aufnehmen und verarbeiten. Außerdem ist es wichtig zu sagen, dass es bei den Lerntypen mehr um dominante Tendenzen, als um trennscharfe Kategorien geht.

Wie bereits erwähnt, lassen sich nach Vester folgende Lerntypen unterscheiden:

  1. Der visuelle Lerntyp

Visuelle Lerntypen lernen besonders gut über das Sehen, Lesen, Anschauen und Beobachten. Bildliche Darstellungen, Schaubilder, Skizzen, Visualisierungen (z.B. Mindmaps), grafisch strukturiertes Lernmaterial und farbliche Kennenzeichung erzielen bei diesen Lerntypen die besten Lernergebnisse.

  1. Der auditive Lerntyp

Auditive Lerntypen lernen am besten über das Hören. Alles, was man akustisch wahrnimmt, hilft hierbei also beim Lernen. Vorträge, mündliche Erläuterungen, lautes Vorlesen, eigenes Verbalisieren und Hörbücher oder Lern-CDs sind für solche Lerntypen die besten Möglichkeiten, um Informationen und Inhalte aufzunehmen.

  1. Der haptische Lerntyp

Das Anfassen und eigene praktische Tätigkeiten sind die bevorzugten Wahrnehmungskanäle des haptischen Lerntyps. Er lernt am besten mithilfe von Modellen, Memory-Karte, Bewegung, aber auch dann, wenn er Inhalte mit den Händen greifen und somit selbst aktiv werden kann.

  1. Der kommunikative Lerntyp

Kommunikative Lerntypen brauchen die Kommunikation und den Austausch mit Anderen. Ihr Erfolg ist am größten, wenn sie durch Erklärungen, Fragen, eigene Vorträge, Diskussionen und Erörtern lernen.

Wozu dient es beim Lernen zu wissen, welcher Lerntyp man ist?

Obwohl es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Lernen, welches an den jeweiligen Lerntyp angepasst ist, bessere Ergebnisse erzielt, wird dir das Lernen nach deinem Lerntyp sicher nicht nur leichter fallen. Du wirst auch schneller vorankommen und wirst dir die die Informationen deutlich besser merken können. Probiere deswegen aus, was für dich am besten funktioniert!

Falls du herausfinden möchtest, welcher Lerntyp du bist, kannst du zahlreiche Tests im Internet finden, die dir dabei helfen, deinen Lerntypen zu bestimmen.

Lese weitere Artikel auf unserem Blog:

zurück zum Blog