Argumentation schreiben

Gezielt argumentieren zu können stellt eine wichtige Fähigkeit dar, die du auch in deinem Alltag gebrauchen kannst. Möchtest du deine Eltern davon überzeugen, den ersten Urlaub zusammen mit deinen Freunden zu verbringen? Dann ist hier gekonntes Argumentieren gefragt. Außerdem werden Argumente im Gerichtssaal oder in Diskussionen und Debatten im Parlament eingesetzt, sobald Vorschläge und Ideen ausgetauscht werden müssen. In der Schule wird von dir häufig im Deutschunterricht das Schreiben einer schriftlichen Argumentation verlangt. Wie du sie richtig schreiben und aufbauen solltest, verraten wir dir in diesem Artikel.

Was ist eine Argumentation?

Das Wichtigste zuerst: Was ist überhaupt eine Argumentation? Die Argumentation besteht aus der zielgerichteten und gut durchdachten Sammlung von Argumenten. Argumente sind dann Aussagen, die eine These begründen. In einer Argumentation ist es außerdem wichtig, auch die Gegenargumente zu erwähnen, um diese dann zu entkräften.

Das Ziel einer schriftlichen Argumentation ist es, den Leser von der eigenen Meinung zu einem bestimmten Thema zu überzeugen. Dabei ist es notwendig, nicht nur einen Sachverhalt zu klären, sondern die Zustimmung der Beteiligten an einer Diskussion zu einem Lösungsvorschlag zu erreichen, Strittiges zu klären, Kompromisse zu schließen und schlussendlich Entscheidungen zu treffen.

Argumentation, Beweisführung, Stellung, Stellungnahme, Pro-Contra Erörterung – sind alles unterschiedlichen Begriffe (=Synonyme) für die schriftliche Argumentation.

 Bevor du mit dem Schreiben anfängst, solltest du Schritt für Schritt…

  • Informationen zum Thema sammeln
  • Brainstorming machen und eine Mindmap anlegen
  • eine Stoffsammlung anlegen
  • deine Argumente und Gedanken in Oberbegriffen zusammentragen. Danach ordne sie nach Pro- (für) und Contra- (dagegen) Kategorien
  • schlussendlich erstellst du eine einfache Gliederung

 Aufbau einer Argumentation

Die Argumentation folgt einem festen Aufbau, den du unbedingt einhalten solltest. Baue deswegen deine Argumentation nach der folgenden Gliederung auf:

  1. Einleitung, die zum Thema hinführt. Da die Einleitung dazu dient, die Aufmerksamkeit des Lesers zu wecken, solltest du auf die Aktualität und Relevanz des Themas eingehen. Mache unter anderem bereits in der Einleitung deutlich, welche Meinung du in Bezug auf das Thema vertrittst.
  2. Hauptteil mit deinen Argumenten. Im Hauptteil solltest du mindestens zwei überzeugende Argumente ausführen, die du anhand der Beispiele unterstützt. Ein kleiner Tipp: Besonders überzeugend wirkst du, wenn du mit dem schwächsten Argument beginnst, um mit dem überzeugendsten Argument zu schließen. Versuche außerdem den Hauptteil mit einem Gegenargument zu beginnen und deine Argumente erst danach auszuführen. Damit entkräftest du das Gegenargument und deine Argumentation klingt damit überzeugender.
  3. Schlussteil mit einer eigenen Meinung und dem Fazit, welches aus der Argumentation geschlossen wird.

Überzeugende Argumente entwickeln

Gute Argumente sind das A und O jedes argumentativen Textes. In der Argumentation unterscheidet man zwischen den sogenannten Pro- und Contra-Argumente. Während die Pro-Argumente unterstützend für die Entscheidungsfindung wirken sollen, widersprechen ihr die Contra-Argumente. Du musst also immer Argumente für beide Standpunkte finden, um deine Aussagen zu unterstreichen und nachvollziehbar zu gestalten.

 Jedes gute Argument besteht aus drei Teilen:

These oder Behauptung – achte darauf, dass du dich immer sachlich ausdrückst und deine eigene Meinung erst im Fazit zum Ausdruck bringst. Außerdem vergiss nicht, dass eine sachliche und treffende Sprache überzeugender wirkt als die Alltagsprache 😉

Begründung – denke hier daran, dass die Begründung immer dann überzeugend wirkt, wenn sie ausführlich den Sachverhalt darstellt und keine Fragen offenlässt.

Beispiel – mit treffenden Beispielen wird die Begründung in einem Argument gefestigt, sodass du deine Aussage noch eindringlicher gestalten kannst.

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