Legasthenie – na und? 20 Jahre Erfahrung im Münchner „Forum Legasthenie und Dyskalkulie“

Abitur und Studium mit Legasthenie – Ist das überhaupt möglich? Haben Menschen mit dieser Auffälligkeit nicht ein ganzes Leben damit zu kämpfen? Die Antwort ist weder „Ja“ noch „Nein“, denn vielfach ist es möglich, das Störungsbild auf ein „unauffälliges Niveau“ zu bringen. Dies bedeutet, dass Legastheniker nicht selten gute Lese- und Rechtschreibleistungen erbringen können. Allerdings ist solch ein Ergebnis vielfach abhängig von einer guten schulischen bzw. beruflichen Ausbildung. Je länger und intensiver sich ein Mensch mit Schriftsprache beschäftigt, umso besser sind oft seine Leistungen in dieser Kulturtechnik. Eine gute Bildung führt demnach zu einer Reduzierung der legasthenen Symptomatik.

Was sollen Eltern also tun, wenn ihre Kinder im schulischen Bereich aufgrund der genannten Problematik zu scheitern drohen? „Richtig fördern“, lautet die Antwort. Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit ins Auge zu fassen sowie die Vermittlung von Erfolgserlebnissen im störungsrelevanten Themenkomplex zeichnen eine gute Therapie aus. Dabei helfen kognitive Lernstrategien, motivierende Elemente und ein wohlwollendes Erziehungsklima bei der Bekämpfung der Fehlerflut. Neben dieser Vorgehensweise müssen betroffene Eltern durch Vorträge und Einzelgespräche entsprechend geschult werden. Durch eine kooperative Unterstützung im häuslichen und schulischen Kontext sind herausragende Ergebnisse möglich.

Im „Forum Legasthenie und Dyskalkulie“ unter der Leitung von Bettina Kinn sind diese Vorrausetzungen vorhanden. Beste Betreuung erhalten Eltern und Kinder durch vernetztes Arbeiten mit anderen Fachkräften, Ärzten oder Kliniken. Darüber hinaus können unsere Förder- und Therapieangebote auch in Form eines Ferienangebots in der Zeit vom 5 bis 10. September genutzt werden. Dies ist für Schüler/innen besonders interessant, welche während der Schulzeit nur wenig Zeit für eine Förderung aufbringen können oder neben dem Fach „Deutsch“ auch in den Fremdsprachen „Englisch“ oder „Französisch“ Probleme haben.

Nicht zuletzt tragen all diese Faktoren dazu bei, dass sich Schüler/innen in unserer Einrichtung in ihrer gesamten Entwicklung verbessern und am Ende ihrer schulischen Laufbahn einen Beruf ergreifen können, der ihren Neigungen und ihrer Intelligenz entspricht.

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